Bisher wurde die moderne Keltenrezeption ja eher stiefmütterlich behandelt. Jetzt hat sich Helmut Birkhan der Thematik angenommen und (erneut) ein sehr umfangreiches Buch (896 Seiten!) vorgelegt. Er versucht darin so viele einzelne Bereiche der Keltenrezeption wie möglich aufzugreifen, aber dies gelingt ihm nur oberflächlich und zugunsten seines Lieblingsthemas der matière de Bretagne kommen bei ihm viele Themen zu kurz. Mit seiner Auffassung von Kelten als „‚Kelte‘ ist, wer keltisch spricht“ (S. 16) und einem sehr weiten Verständnis von Rezeption (ja, auch irische Pubs auf dem Festland haben wir den ollen Kelten zu verdanken!) fällt es nicht immer leicht, Birkhan zuzustimmen. Für einen sehr umfassenden Überblick über das, was sich derzeit so alles ‚keltisch‘ schimpft, ist Birkhans Buch jedoch hilfreich. Aber Vorsicht mit seinen Internetquellen – die stimmen nicht immer. BIRKHAN, Helmut: Nachantike Keltenrezeption. Projektionen keltischer Kultur. Wien: Praesens Verlag 2009. ISBN 978-3-7069-0541-1, 896 S., €- D 58,40 / €-A 60,00.
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