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Name: Naturhistorisches Museum Wien Lage: Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag 9.00 bis 18.30 Uhr, Mittwoch bis 21.00 Eintritt: Vollpreis 8 €, Senioren 6 €, Kinder bis 14 / Studierende bis 27 / Lehrlinge / Präsenz- oder Zivildiener 3,50 €, Kinder bis 5 J. freier Eintritt Plus / Minus: + Wichtige und bekannte Exponate - Denkmalschutz verhindert sinnvolle Präsentation; wieso ist römische Kunst im "kunsthistorischen", vorrömische im "naturhistorischen" Museum untergebracht?! Keltologisches Interesse: ** (ohne Führung) / *** (mit Führung) |
| Die prähistorische Sammlung des Naturhistorischen Museums (Wien) | |
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Ort innerhalb des Museums: In der Aula die Stiegen hinauf in den Halbstock, nach rechts am Riesengürteltier vorbei. Ehrlich gesagt sind meine Gefühle in Bezug auf die Ausstellung zwiegespalten, das liegt aber nicht am Bemühen der Verantwortlichen. Zur Vorwarnung: Es gibt keinen Katalog und auch kaum Beschriftungen in den Vitrinen und das liegt in erster Linie am Denkmalschutz. Man hat nämlich die gesamten Räume unter Denkmalschutz gestellt, und damit begann das Dilemma. Es ist also gut, wenn Ihr Euch von jemanden begleiten lässt, der sich mit den Stücken auskennt. Die Sammlung wurde unter dem österreichischen Kaiserhaus begonnen und Ihr findet hier Funde aus der ganzen K.u.K.-Monarchie. Die Sammlung ist chronologisch aufgebaut und führt Euch von der Steinzeit bis in die Völkerwanderungszeit. Den Hauptanteil bilden die Funde aus der Eisenzeit. Bevor ich zu den Highlights der Sammlung komme, möchte ich Euch bitten, Euch auch die Gemälde im oberen Teil der Säle anzuschauen. Die sind teilweise und aus unserer heutigen Sicht ziemlich witzig. Da finden sich neben Stonehenge österreichische Ausgrabungsstätten. So und nun zu den Highlights: Die Ausstellung beginnt im Steinzeitsaal – der neu renoviert wurde. Ich weiß, dass Faustkeile nicht wirklich Entzückung auslösen, aber hier findet Ihr sehr interessante Exponate. - Venus vom Galgenberg oder ‚Fanny’ – Frauendarstellung aus Schiefer (Datiert 30000-32000 v Chr. – Sie war immer in einer Vitrine, beim Eingang links in der Ecke. - Venus von Willendorf oder, wie Raimund so schön sagt ‚Die Blade’. Wer kennt sie nicht, aber wer hat sie schon in Originalgröße gesehen? Da haben siech die Verantwortlichen was Nettes ausgedacht. Im Rahmen der österreichischen Lösung befindet sich mitten im Saal ein kleiner ‚Tempel’ aus Holz in dem man hineingehen kann. Gleich rechts befindet sich ein Lichtschalter, wenn man den drückt erklingen die ’Knochenklänge’. Drinnen sind dann nur die Vitrinen beleuchtet und dort seht Ihr dann die Blade im Kreise anderer Steinzeitfrauenstatuetten. Gefällt mir eigentlich sehr gut. Der nächste Raum bietet einen Rundgang durch die Bronzezeit. Anzumerken ist, dass immer rechts zwischen den Fenstern Schaukästen angebracht sind, in denen Ihr die Typologien der verschiedenen Epochen findet. Da ich mich in der Zeit nicht wirklich gut auskenne, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob es dort ein wirkliches Highlight gibt. Nun zur Eisenzeit. Wie gesagt finden sich in der Sammlung Funde aus der gesamten Monarchie, das heißt vor allem aus den östlichen Regionen. Wenn Ihr Glück habt, befindet sich ein kleiner Zettel in der Vitrine, auf dem steht, woher genau. Man muss aber oft sehr genau schauen, um ein wichtiges Objekt nicht zu übersehen. Eines davon ist das Gürtelblech von Vace. Viel Spaß beim Suchen. Kleine Hilfe: Es liegt in einer Vitrine links hinten in der Ecke. Bevor Ihr in den Saal geht, der sich in erster Linie mit Ausstellungsstücken aus Hallstatt beschäftigt, findet Ihr noch den berühmten Stier aus der Byci Skala-Höhle. Im Hallstatt-Saal (nur von mir so bezeichnet) findet Ihr Funde aus dem Gräberfeld und dem Bergwerk. Darunter: die Schwertscheide mit den Situlenabbildungen, das Kuh-Kälbchen-Gefäß, den Tragsack aus dem Bergwerk und die verschiedensten Dolche, Schwerter, Situlen, andere Gefäße, etc.. Im nächsten Raum gleich rechts findet Ihr die berühmte Urne aus Sopron mit der Webszene und ziemlich zentral die Situla von Kuffarn. Na wer findet das Huhn? Im Grunde war es das dann auch – danach kommt die Völkerwanderungszeit. Bei der Beschreibung der Sammlung, muss ich zugeben, dass sie sehr subjektiv erfolgt ist, d. h. im Grunde die für mich wichtigsten Stücke hervorgehoben sind. Vor allem, die zu denen ich die Geschichten für die StudentInnen kenne. Im Grunde hat jeder seine Lieblingsstücke und er hat genug Auswahl. Ich muss noch mal das Bemühen der Betreuer herausheben, neue Ausstellungstechniken etc. einzuführen, aber das geht halt nicht, wenn die gesamte Sammlung unter Denkmalschutz steht. Weil ich’s gerade auf der homepage gefunden habe: ab 9. November 2005 steht die Ausstellung: ‚Der geschmiedete Himmel’ auf dem Programm des NHM. Und ich freu’ mich. (Regina Kaufmann) |
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